Günther Ogris läutete das Jahr der Demokratie ein
Volles Haus im Salzstadl am 19. Oktober als Günther Ogris seine Eröffnungsrede zum Jahr der Demokratie Krems 2026-27 hielt. Im Anschluss an den Vortrag fand eine gute und lebhafte Diskussion mit vielen Wortmeldungen statt.
Besucher Klaus Hofmann hat für uns den Abend zusammengefasst und Besucher Michael Ecker Fotos zur Verfügung gestellt.
Ich bitte euch, mir in das Jahr 2030 zu folgen. Also in der Mitte Jänner 2030, da feiern wir hier im Salzstadl wieder ein großes Freudenfest. Die Regierung hat gerade ein Regierungsprogramm beschlossen. Und das Demokratie-Kapitel ist das erste Kapitel.
Mit diesen Worten startete Günther Ogris seine launige Erzählung über die Freude, welche wir im Januar 2030 empfinden, als wir die Demokratie gerettet haben werden.
Günther Ogris, vielen noch bekannt als Mr. Hochrechnung und Mr. Meinungsforschung, wagte sich diesen Abend in die nahe Zukunft, natürlich mit Blick auf die sich verdüsternde Lage der liberalen Demokratie in Österreich, Europa, und darüber hinaus.
Ogris ist jemand der gerne in einer sozialen Demokratie leben möchte, wo es Institutionen und Menschen gibt, die uns unterstützen, wenn wir die Arbeit verlieren, die uns finanzieren, wenn wir alt werden, die uns pflegen, wenn wir krank sind, die uns Weiterbildung organisieren, wenn wir auf Arbeitssuche sind und wo wir uns unser Leben leisten können, ohne dass wir jeden Euro dreimal umdrehen müssen, bevor wir am Abend in ein Gasthaus essen gehen.
Und nun zurück in die Zukunft, Januar 2030. Die neue Regierung beginnt ihr Programm mit einem Demokratiekapitel, welches vom leichteren Zugang zur Staatsbürgerschaft bis zu zur Stärkung des Qualitätsjournalismus, von der Mitbestimmung in Betrieben bis zur zukünftigen Bildungspolitik, etc. all jenes enthält, was in einer liberalen Demokratie als selbstverständlich sein sollte.
Aber wie konnte es so weit kommen? Dass in nur vier Jahren diese utopische Hoffnung Realität wurde? Dass wir den Sieg über diese Kräfte der Dunkelheit feiern können.
Dafür holt uns Ogris wieder in die Gegenwart. Er startet im Jahr 2024 mit der zweiten Amtszeit von Trump und spannt den Bogen zur gescheiterten Blau-Schwarzen Regierungsbildung im Januar 2025. Die Umstände sind bekannt. Die FPÖ wollte ihre demokratiefeindlichen Maximen durchsetzen. Diesmal nicht – also warten bis zur nächsten Wahl.
Oktober 2029. die Nationalratswahlen sind geschlagen. Und Kickl hat seine Ziele nicht erreicht. Die Wahlbeteiligung war so hoch wie schon lange nicht. Woher der Optimismus? Ogris verweist auf Ungarn, Polen, und auch auf Veränderungen in den USA. Auch in Österreich werden die Demokratiebewegungen stärker – wie z.B. Das Jahr der Demokratie oder das Bündnis 2025, welches Ogris gegründet hat – und es gelingt durch viele hunderte Veranstaltungen in den Städten und am Land einen breiteren Konsens in verschiedenen Teilen der Bevölkerung zu erreichen, dass es wert ist, die liberale Demokratie zu verteidigen und auszubauen.
2027 erreichen die Signale die Parteien. Die FPÖ diffamiert, die ÖVP ist gespalten, SPÖ, Grüne, und Neos wollen auf den Zug aufspringen. Themen wie Demokratie, Klimaschutz, Einkommensverteilung, werden wieder wichtig. Der Wind dreht sich langsam, und im Oktober 2029 ist der Trend gebrochen. Liebe Freundinnen und Freunde, gehen wir gemeinsam mit dem Gefühl der Freundschaft untereinander auf die Andersdenkenden zu. Gehen wir gemeinsam, unterstützen wir uns mit freundlicher Kritik. Gehen wir gemeinsam mit Freude an der Demokratie, durch eure Energie, durch eure Aktivitäten, durch Demokratie, durch Gemeinschaft, durch das Zusammenleben. Sucht euch Freunde und Freundinnen, mit denen ihr gemeinsam aktiv sein wollt, mit denen ihr euch freuen werdet. Es gibt unendlich viel zu tun, was wir alles tun können.in einer größeren Demokratiebewegung. In Jänner 2030 feiern wir ein Freudenfest, da die Demokratie gerettet ist.
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